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Dienstag, 19. Mai 2015

Definition Gleichnis

Gleichnisse sind sprachliche Gestaltungsmittel, die einen Sachzusammenhang zur Veranschaulichung neben einen Bildzusammenhang stellen. Dabei sollte das Bild aus einer bekannten, vertrauten Wirklichkeit stammen. Biblische Gleichnisse dienen vor allem der Belehrung, Ermahnung und Argumentation. Zu unterscheiden sind sie von Parabeln, die das Bild anstatt des Sachzusammenhangs setzen. Biblische Parabeln führen meist einen ausgedachten, individuellen Einzelfall vor.

Mittwoch, 6. Mai 2015

Definitionen: Imperialismus und Kolonialismus

IMPERIALISMUS
europäische Länder wollten Einfluss außerhalb Europas gewinnen --> Macht ausweiten, dazu übernahmen sie schwache, "herrenlose" Länder

KOLONIALISMUS
planmäßige Erschließung der unbekannten Welt aus wirtschaftlichem Interesse mit verheerenden Folgen, als Rechtfertigung diente die Christianisierung

Mittwoch, 18. Februar 2015

Gottesbeweise

Ein Gottesbeweis soll beweisen, dass Gott existiert und es daher vernünftig ist, an diesen zu glauben. Grundlage hierfür ist die Annahme, dass der Mensch Göttliches wahrnehmen bzw. erkennen kann. Letztendlich sollen Gottesbeweise das Verhältnis zwischen Glaube und Vernunft verbessern.

Ausgewählte Gottesbeweise:
  • Blaise Pascal: An Gott glauben ist deine einzige Chance - was hast du schon zu verlieren?
  • Cicero: Schon alle Völker vor uns haben an Gott geglaubt, daher muss Gott eine Art Naturgesetz sein.
  • Anselm von Canterbury: Gott ist das, über das nichts Höheres gedacht weden kann.

Dienstag, 17. Februar 2015

Theodizee

Die Theodizee-Frage bezeichnet das Widerspruchsproblem zwischem dem allmächtigen, gütigen und verstehbaren Gott und einem Gott, der gleichzeitig Leid und Böses zulässt.
Diese Frage lässt sich nur im Juden- und Christentum stellen, da diese Religionen das oben geschilderte Gottesbild vertreten, an nur einen Gott glauben und dem Menschen die Würde zusprechen, Gott zu fragen oder auch gegen ihn zu protestieren.
Letzteres ist Moslems nicht erlaubt. Hindus und Buddhisten glauben, das schlechtes Karma bei der Reinkarnation Leid auslöst. 

Theoretische Lösungsversuche:
  • Leid ist die von Gott verhängte Strafe für schuldhaftes Verhalten
  • Leid ist die göttliche Form der Erziehung
  • Leid ist die Prüfung des Glaubens durch Gott
  • Gott lässt Leid zu, weil er dem Menschen einen freien Willen lässt, was wiederum etwas Gutes ist
  • Leid ist der notwendige Kontrast zu Gutem 

Samstag, 20. Dezember 2014

Außenhandel/Währungen

Währung: gesetzliches Zahlungesmittel in einem Land

Wechselkurs: Austauschverhältnis zweier Währungen

Mengennotierung: wie viel Fremdwährung erhält man für eine Einheit der eigenen Währung

Preisnotierung: wie viel eigene Währung erhält man für eine Einheit Fremdwährung

Devisenkurs: Angabe des Austauschverhältnis nach der Preisnotierung

Aufwertung: steigender Devisenkurs gegenüber einer anderen Währung

Abwertung: sinkender Devisenkurs gegenüber einer anderen Währung

Sortenkurs: Kurs ausländischer Geldsorten

Freitag, 19. Dezember 2014

Folgen der Inflation

  • Einkommen müssen erhöht werden, damit keine Kaufkraft verloren geht
  • liegt der Zinssatz unter der Inflationsrate, nehmen Geldvermögen real ab
  • Sachvermögen wird wertvoller
  • Schuldner gewinnen, da ihre Schulden weniger wert sind
  • führt nicht unbedingt zu höherer Beschäftigung
  • teurere Investitionen --> Entlassungen
  • Steuerprogression
  • Nachfrage geht zurück --> Entlassungen
  • Zinssätze für Kredite steigen

Mittwoch, 29. Oktober 2014

Kriterien einer Revolution

  • geschichtliche Prozesse mit hohem Intensitätsgrad
  • Altes wird durch vollkommen Neues ersetzt
  • gewaltsam (?)
  • Ziel: grundlegende, zukunftsgerichtete Veränderungen (?)
  • Wandel von Werten, politischen Strukturen, Sozialem, der Regierung, der Politik, der Wirtschaft, dem Recht, der Gesellschaftsordnung --> alles und jeder ist betroffen
  • Träger: Unterschicht/Unterdrückte
  • Anführer: Oberschicht
  • Ziel: positive Entwicklung des menschlichen Zusammenlebens
  • Schwäche des Regimes
  • Entwicklung oppositioneller Ideologien --> Legitimation von Widerstand und Gewalt

Sonntag, 26. Oktober 2014

Arten sozialer Gruppen

Primär:
  • enge, gefühlsmäßige Bindungen
  • direkte, zwischenmenschliche Kontakte
  • Möglichkeit zur Spontanität
  • sehr nahe Gruppen, die einen nachhaltig und entscheidend prägen (z.B. Familie, Clique, etc.)
  • Face-to-Face-Relation

Sekundär:
  • Gruppen, die nur an bestimmten Zielen interessiert sind
  • zielen nur auf soziale Bruchteile ab
  • beruhen nicht auf Vertrauen, sondern auf Verträgen und Abmachungen
  • große Größe --> unüberschaubar
  • sachlich
  • alles andere als Primärgruppen

Es kann Überschneidungen zwischen Primär- und Sekundärgruppen geben. 


Formell:
  • wollen ein gemeinsames Ziel erreichen (z.B. Beruf), sind zweckgebunden
  • starke Strukturierung
  • Hierarchie
  • keine sozialen Beziehungen
  • Gefühle werden vermieden
  • Menschen werden nur für Ausführung benötigt
  • feste Abläufe
  • objektive Anforderungen mit persönlichen Antworten
  • leistungsorientierte Funktionalität steht im Vordergrund
  • sozialer Kontakt dient vornehmlich dem Ziel der Organisation

Informell:
  • Untergruppen einer formellen Gruppe
  • soziale Beziehungen untereinander
  • positive/negative (funktionale/disfunktionale) Auswirkung auf die Arbeit
  • klein
  • befriedigen persönliche und emotionale Bedürfnisse
  • Bindungen in- und außerhalb der Gruppen 

Freitag, 24. Oktober 2014

Arten und Begriffe von Gruppen

Statistische Gruppen: 
  • Personen mit gemeinsamen Merkmalen
  • keine soziale Bedeutung (keine gemeinsamen Werte/ keine Kontakte untereinadner)

 Soziale Aggregate:
  • gemeinsames Treffen von Personen mit gleichen Interessen ohne sozialen Kontakt
  • nicht organisiert
  • auf territoriale Dimensionen beschränkt
  • vorübergehenden Charakter

Sozialkategorien/Quasi-Gruppen:
  • organisieren sich unter bestimmten Bedingungen und bilden Quasi-Gruppen
  • Gruppen mit einem gemeinsamen Merkmal, das Auswirkung auf das soziale Leben hat

Soziale Gruppen:
  • Rollenstruktur und Statusdifferenzierung
  • langfristig
  • verschiedene Untergruppen

Donnerstag, 23. Oktober 2014

Was ist Geschichte? Geschichtskultur? Geschichtsbewusstsein?

Geschichte sind rekonstruierte Ereignisse der Vergangenheit, die festgehalten wurden, weil sie eine Bedeutung für die aktuelle Lebenswelt haben.

Geschichtskultur sind alle Gegenstände und Inhalte, die uns Geschichte näherbringen und die Wahrnehmung dieser.

Geschichtsbewusstsein sind Ereignisse, die vergangen sind und man sich dieser bewusst macht und bewerten kann.

Mittwoch, 22. Oktober 2014

Grundbegriffe der Soziologie, Sozialisation, Rollentheorien

Soziale Werte und Normen

Werte: wünschenswerte Ideale, werden durch das Einhalten von Normen erreicht

Normen: bestimmte Verhaltensweisen durch die Werte erreicht werden sollen

Sozial: Verhalten in einer Situation, die mit mehrern Menschen immer nach demselben Prinzip abläuft und wichtig für das soziale Leben ist


Sanktionen
 = Reaktionen auf Verstöße gegen Rollenerwartungen und Normen

Formal - Informal: festgelegt - nicht festgelegt
Repressiv: Normbrecher wird Gut entzogen
Restitutiv: Wiederherstellung des Zustands vor dem Normbrechen
Spezifisch: Direkter, offener Vollzug mit festgelegtem Inhalt
Unspezifisch: Gegenteil von Spezifisch


Sozialisation
= Vergesellschaftlichung der menschlichen Natur
  • Hineinwchsen des Menschen in die Gesellschaft
    • Erlernen von Werten, Wissen, Normen, Regeln in der Kindheit und Jugend
  • Erziehung + Zufall, auch selbstständig
  • allgegenwärtig

Sozialisationsinstanzen
  • beeinflussen und steuern Lernprozesse
  • vermittlen Werte, Wissen und Normen
  • z.B. Schulen, Familien, KiTas
Schule als Sozialisationsinstanz
  • nimmt berufliche und gesellschaftliche Einweisungen vor
  • vermittelt Wissen, intelektuelle und soziale Kompetenzen
  • gesellschaftliche Einordnung durch Vermittlung von Werten und Normen
  • separiert
  • zwingt zur sozialen Anpassung
  • bereitet auf den Berufsalltag vor

Soziale Rolle: Summe des erwarteten Verhaltens der Gesellschaft an ein Individuum in einer bestimmten Position

Soziale Position: zugewiesene oder erworbene Rolle im System der Gesellschaft mit Erwartungen und sozialer Wertschätzung, Rollenattributen
ist der Stand des Individuums in einer sozialen Struktur

Status: bewertete soziale Position

Bezugsgruppen: Gruppen, die Erwartungen an eine Rolle haben, auf die der Rollenträger dauernd achten muss (für einen Lehrer sind z.B. Schüler, aber auch Eltern eine Bezugsgruppe)

Rollenerwartungen: Verhalten, das Bezugsgruppen von einem Rollenträger erwarten (Normen und Werte)

Rollenkonflikte:
- Intra: Widersprüliche Erwartungen von Bezugsgruppen innerhalb einer Rolle
- Inter: Widersprüliche Erwartungen von unterschiedlichen Rollen und/oder ihren Bezugsgruppen



Traditionelle Rollentheorie

Homo sociologicus: Mensch = Träger sozial vorgeformter Rollen u. Mensch = Summe seiner Rollen

Soziale Rolle: Zwang, Rollenerwartungen der Gesellschaft

Sanktionen: erzwingen Einhaltung von Rollenerwartungen

Konformismus: universelles Merkmal aller sozialen Systeme

Soziale Position: Rollen = bestimmte soziale Position, hat Rollenattribute und Verhaltensweisen

Freiheit: begrenzte Entfaltungsmöglichkeiten innerhalb einer Rolle, die den Rollenerwartungen entsprechen muss

Sozialisierung: Prozess der Entpersönlichung

Kritik: Durch unvorhergesehene Situationen entstehen andauernd Interpretationsspielräume

Ziel: Stabilität der Gesellschaft



Interaktionistische Rollentheorie:

Rollenhandeln = wechselseitiges, interaktives Handeln

widersprüchliche, nicht eindeutige Rollenerwartungen

souveränes Rollenhandeln: Einigung auf ein gemeinsames, vernünftiges Verständnis
beruht auf:
  • Ich-Identität: Balance zwischen Individualität und Rollenerwartungen
  • Rollendistanz: man darf sich nicht von einer Rolle bestimmen lassen
  • Empathie: Richtiges Erfassen der Erwartungen des Interaktionspartners,, die bei Widerspruch gegen die eigene Identität abgelehnt werden
  • Ambguitätstoleranz: Widersprüchlichkeiten standhalten und akzeptieren, dass Rollenkonflikte unvermeidbar sind
  • Identitätsdarstellung: eigene Identität anderen präsentieren können
Der Mensch ist ein selbstbestimmtes Individuum

Sonntag, 19. Oktober 2014

Was ist Religion? und Funktionen der Religion

Religion ist ...
... der Glaube an eine höhere, nicht greifbare Macht und die Erlösung
... die Hoffnung auf ein besseres Leben und die Erlösung

Religion in der Einzahl ist ...
... "das Ergriffensein durch und das Denken über das Heilige" (Brockhaus)

Religion in der Mehrzahl ist ...
... eine Religion bzw. mehrere Religionen, z.B. Christentum, Judentum, Buddhismus, ...


psychische Funktion der Religion:
  • Bewältigung elementarer Gefühle (z.B. Angst) druch Gebet, etc.
  • die eigenen Gefühle in Worte fassen

weltanschauliche Funktion der Religion:
  • Antworten auf die Sinnfragen des Lebens, z.B. warum gibt es das Böse auf der Welt?, mit Hilfe des Katechismus

ethische Funktion der Religion:
  • spenden von sittlicher Orientierung indem die 10 Gebote als das Zentrum aller ethischen Werte und Normen angesehen werden

gesellschaftliche Funktion der Religion:
  • Kirche als Mittelpunkt des Ortes (lokal und sozial) 

weitere Funktionen der Religion:
  • Persönlichkeitsstärkung (Vorbilder, Angstbewältigung, ...)
  • Ritual und Moral bieten Orientierung
  • Kontingenzbewältigung
  • Gemeinschaft
  • Sinn des Lebens --> Ordnung in der Welt
  • Kritig an der Ungerechtigkeit

Donnerstag, 16. Oktober 2014

Was ist eine Partei

  • nehmen Einfluss auf die politische Willensbildung
  • regelmäßige Auseinandersetzung mit/Meinungsäußerung zu verschiedenen, politischen Themen
  • regelmäßige Teilnahme (alle sechs Jahre) an Landtags- bzw. Bundestagswahlen
  • gewisse Zahl an Mitgliedern (Ernsthaftigkeit)
  • langfristiges Bestehen (Ernsthaftigkeit)
  • Arbeit in der Öffentlichkeit (Transparenz)