Freitag, 6. Februar 2015

Die Aufklärer Kant und Villaume (+ Kritik Büchners)

Aufklärung nach Villaume:
  •  Der Mensch soll veredelt werden; soll so gebildet werden, dass er für die Gesellschaft nützlich ist
  • aber der Mensch soll nur soweit denken, beurteilen, werten, wie es für die Gesellschaft brauchbar ist
  • Aufklärung/Erziehung zum Gehorsam/zur Brauchbarkeit (UTILITARISMUS)
Büchners Kritik an Villaume:
  • Bildung ist nur angehängte Äußerlichkeit
  • Missbrauch der Aufklärung 

Aufklärung nach Kant:
  • Gebrauche deinen eigenen Verstand (selbstständiges Denken) --> geistiger Reifungsprozess
  • Befreiung von Faulheit, Feigheit, selbstverschuldeter Unmündigkeit, Bequemlichkeit
  • Grundovraussetzung für den Gebrauch des Verstandes: Freiheit (Meinungsfreiheit, demokratisches System)
  • Aufklärung als Befreiung des Individuums (EMANZIPATION) 
 Büchners Kritik an Kant:
  • Der Verstand ist nur ein geringer Teil des Menschen 
  • Moral ist ein bedeutender Teil des Menschen --> Der Gebrauch der Vernunft (Ratio) macht den Menschen nicht automatisch besser
  • Der Mensch hat es nicht selbst in der Hand sich aus der Unmündigkeit zu befreien --> die äußeren Umstände/Kultur/Gesellschaft beeinflussen den Menschen 

Montag, 29. Dezember 2014

5. Akt, 2. Szene

Ferdinand tritt hinzu; Luise entdeckt ihn und wirft sich ihrem Vater um den Hals

L: Gott! Da ist er! Ich bin verloren!
M: Wo? Wer?
L: Er! Sieh hinter dich! Er ist gekommen, um mich zu ermorden!
M erblickt Ferdinand: Was machen Sie denn hier?
F kommt langsam näher und bleibt gegenüber von L stehen, betrachtet sie: Guten Abend Miller.
M: Was wollen Sie hier?
F: Wie kommt es, dass ich Sie überrasche?
M: Gehen Sie, wenn noch ein Funke Menschlichkeit in Ihnen steckt. Sie vertreiben den Segen aus meinem Haus und bringen das Elend mit sich.
F: Ich bin doch gekommen, um deiner Tochter etwas Erfreuliches mitzuteilen.
M: Etwa neue Hoffnungen, die sie zur Verzweiflung treiben? Geh, du Unglücksbote!
F: Lady Milford ist gerade geflohen und mein Vater erlaubt es mir, dich zu heiraten. Nun bin ich gekommen, um dich zum Altar zu führen.
M: Macht es Ihnen so viel Spaß sich über Luises getäuschte Hoffnungen lustig zu machen?
F: Du glaubst ich scherze. Aber ich schwöre bei meiner Ehre, dies tue ich nicht. Meine Aussage ist genauso wahr wie meine Liebe zu Luise. Zweifelst du noch? Es muss hier üblich sein zu lügen, wenn man meiner Wahrheit nicht traut. Zweifelt ihr immer noch? So glaubt diesem Brief! 
F. wirft Luise den Brief an den Hofmarschall zu, diese faltet diesen auseinander und sinkt leichenblass nieder.
M: Was soll das bedeuten? Ich verstehe das nicht.
F: Aber Luise hat mich umso besser verstanden.
M: Meine Tochter!
F: Bleich wie der Tod! So gefällt sie mir, deine Tochter. So schön war sie noch nie. Es ist ihr erstes wahres Gesicht. Lass es mich küssen! (Will auf Luise zugehen)
M: Zurück! Weg! Vor deinen Lobkosungen konnte ich sie nicht beschützen, vor deinen Misshandlungen aber wohl!
F: Was willst du? Misch dich nicht in unsere Angelegenheiten ein. Luise, hast du diesen Brief geschrieben? Er ist in die falschen Hände geraten. Der Zufall hat mir einen besseren Dienst geleistet als die Vernunft. Ich möchte eine Antwort! Hast du diesen Brief geschrieben?
L nach einem qualvollen Kampf, nach Gesprächen mit ihrem Vater durch Blicke, fest und entschieden: Ich habe ihn geschrieben.
F bleibt erschrocken stehen: Luise! Nein! Du lügst! Ich habe zu heftig gefragt, nicht wahr, du hast es nur gesagt, weil ich zu heftig gefragt habe.
L: Ich habe bekannt, was wahr ist.
F: Nein! Nein! Nein! Du hast ihn nicht geschrieben! Deine Handschrift wurde gefälscht! Sag einfach, dass du den Brief nicht geschrieben hast - egal ob wahr oder falsch. Hast du diesen Brief geschrieben?
L: Ja, bei Gott!
F (nach einer Pause, gequält von fürchterlichem Schmerz): Weib! Weib! Du wusstest, dass du mir alles bedeutest...
L: Nun haben Sie mein Geständnis. Gehen Sie! Verlassen Sie ein Haus, in dem Sie nur unglücklich sind.
F: Noch eine letzte Bitte, Luise. Mir ist so heiß. Holst du mir bitte ein Glas Limonade?
Luise geht ab

Sonntag, 28. Dezember 2014

5. Akt, 1. Szene

Luise sitzt in einer finstren Ecke. Miller tritt ein und leuchet ängstlich im Zimmer herum, kann Luise aber nicht entdecken.

M: Hier ist sie auch nicht. Ich habe schon überall gesucht, aber sie ist nirgendwo. Ich muss geduldig sein und bis morgen warten. Vielleicht wird ihre Leiche dann ans Ufer gespült.
L: Lerne rechtzeitig zu verlieren.
M: Luise? Luise? Warum sitzt du denn da so einsam und ohne Licht?
L: Bei Dunkelheit kommen meine besten Besucher.
M: Gott bewahre dich! Nur Sünden und böse Geister scheuen das Licht!
L lässt M einen Brief lesen:
Du bist verratne, Ferdinand. Ein Streich zerriss den Bund unserer Herzen, ich musste einen Eid leisten, der mich zum Schweigen verpflichtete. Dein Vater hat überall Spione aufgestellt. Aber ich kenne einen dritten Ort, an den mich kein Ort mehr bindet und wo keiner lauscht. (Miller hält inne). Aber dafür musst du mutig sein, denn dort leuchten dir nur Gott und ich. Du musst nur deine Liebe mitbringen. (Miller legt den Brief zur Seite) Wo ist dieser dritte Ort?
L: Kennst du ihn nicht? Ich kenne kein schönes Ort. Der dritte Ort, guter Vater, ist das Grab.
M (geht schwankend zum Sessel): Oh mein Gott! Was hast du vor, meine Tochter? Willst du Suizid begehen?
L: Nenn es nicht so. Ich möchte nur zu einem besseren Ort. Ist das denn Sünde?
M: Selbstmord ist die abscheulichste aller Sünden, weil man sie nicht bereuen kann.
L: Doch. Ich werde in den Fluss springen und beim Hinuntersinken Goot um Erbarmen bitten.
M: Achte darauf, dass du Gott nicht verspottest! ... Hier ist ein Messer - durchstich dein Herz und damit auch meines! Wenn die Küsse Ferdinands heißer brennen als meine Tränen - stirb!
L zerreißt den Brief
L: Ich will am leben blieben. Doch lass uns weg gehen von hier, wo wir nur verspottet werden.
M: Wohin du nur willst.

Samstag, 27. Dezember 2014

4. Akt, 9. Szene

Lady Milford schreibt. Der Kammerdiener tritt ein.

Kammerdiener: Der Hofmarschall wartet darauf einzutreten.
LM: Wer? Was? - Die Sorte von Geschöpfen (Luise) ist zu niederen Arbeiten bestimmt. Der Horfmarschall soll hereinkommen.
Lady schreibt weiter
S: Ich bin erschrocken. Luise stürzte an mir vorbei, Sie führen Selbstgespräche... Was ist geschehen?
Lady redet weiter mich sich selbst. Schimpft über Ferdinand und Luise.
H: Sie scheinen mir zerstreut zu sein, Lady. Der Fürst schickt mich um zu fragen, was heute Abend ansteht.
LM: Ich weiß es nicht. Bringen Sie dem Herzog diese Karte zum Dessert. Sophie, lassen Sie die Pferde einspannen und rufen Sie alle meine Angestellten zusammen.
H: Sind Sie aufgebracht, Lady?
LM: Dann muss ich ja nicht lügen. Es wird eine Stelle (die der Mätresse) frei. Lesen Sie, was ich schrieb. Der Inhalt darf ruhig verbreitet werden, er soll sorgar.
Die Angestellten treten ein.
H liest vor: Gnädigster Herr, einen Vertrag, den Sie so leichtsinnig gebrochen haben, kann mich nicht mehr halten. Das Glück dieses Landes war die Bedingung meiner Liebe. Drei Jahre lang konnten Sie mich betrügen. Nun aber habe ich die Wahrheit erkannt. Ich verabscheue Ihre Zuneigungsbezeugungen, für die Ihre Untertanen leiden müssen. Schenken Sie Ihre Liebe lieber Ihrem Lande als mir und lernen Sie Erbarmen gegenüber Ihrem Volk. In einer Stunde bin ich über die Grenze. Johanna Norfolk.
Die Angestellten murmeln bestürzt durcheinander: Über die Grenze?
H legt die Karte bestürzt nieder: Sowohl der Überbringer als auch die Schreiberin wird getötet werden.
LM: Das soll deine Sorge sein.
H: Bedenken Sie doch, in welche Ungnade Sie sich begeben.
LM wendet sich Ihren Angestellten zu: Meine Lieben, ihr seid bestürzt. Ihr habt mir gut gedient. Es ist ein trauriges Schicksal, dass meine schlimmsten Tage eure glücklichsten werden. Ich entlasse euch. Der Schatzmeister soll euch mit meinen Besitzen entlohnen. (Reicht ihren Angestellten ihre Hände, die aller nacheinander leidenschaftlich küssen). Lebt wohl! (Man hört den Wagen vorfahren, LM will los, doch H versperrt ihr den Weg) Was willst du denn da?
H: Diese Karte soll ich dem Fürsten geben?
LM: Ja. Und ich möchte nach Loretto (italienischer Wallfahrtsort) um micht dort von dem Dreck meiner Tätigkeit zu reinigen. (Eilig geht sie ab)
 

Sonntag, 21. Dezember 2014

Riassunto: "E ben gli sta"

La favoletta "E ben gli sta" del settimanale "Mille tre" pubblicato nel 1993 a Viterbo tratta del fatto che per sesser felici non servono soldi e regni ma l´amore e la libertà. / Tratta della questione che cosa fa veramente felice nella vita.

Una strega trasforma un ranocchio in un bambino. Un re trova il bambino infelice e lo adotta. L´ex-ranocchio diventa re ed è ancora più infelice perchè deve fare tante cose che non gli piacciono. Per fortuna il cugino lo butta nel fosso dove usceno uscendo una ranocchia belissima lo bacia. Allora si trasforma di nuovo in un ranocchio. Con lei vive una vita semplice, e libera.

Il torno della favola è divertente.

Samstag, 20. Dezember 2014

Außenhandel/Währungen

Währung: gesetzliches Zahlungesmittel in einem Land

Wechselkurs: Austauschverhältnis zweier Währungen

Mengennotierung: wie viel Fremdwährung erhält man für eine Einheit der eigenen Währung

Preisnotierung: wie viel eigene Währung erhält man für eine Einheit Fremdwährung

Devisenkurs: Angabe des Austauschverhältnis nach der Preisnotierung

Aufwertung: steigender Devisenkurs gegenüber einer anderen Währung

Abwertung: sinkender Devisenkurs gegenüber einer anderen Währung

Sortenkurs: Kurs ausländischer Geldsorten

Freitag, 19. Dezember 2014

Folgen der Inflation

  • Einkommen müssen erhöht werden, damit keine Kaufkraft verloren geht
  • liegt der Zinssatz unter der Inflationsrate, nehmen Geldvermögen real ab
  • Sachvermögen wird wertvoller
  • Schuldner gewinnen, da ihre Schulden weniger wert sind
  • führt nicht unbedingt zu höherer Beschäftigung
  • teurere Investitionen --> Entlassungen
  • Steuerprogression
  • Nachfrage geht zurück --> Entlassungen
  • Zinssätze für Kredite steigen