Donnerstag, 4. Dezember 2014

4. Akt, 1. + 2. Szene



F – Ferdinand, K – Kammerdiener

Ferdinand hält einen Brief in der Hand.
F: War der Hofmarschall nicht da?
K: Der Präsident fragt nach Ihnen.
F: Ich habe gefragt, ob der Hofmarschall nicht da war.
K: Er sitzt drüben am Glückstisch.
F: Er soll sofort zu mir kommen.
Kammerdiener geht ab.
F: Das ist unmöglich. Ein Engel wie Luise kann nicht so ein teuflisches Herz haben. Aber doch … Das also war der Grund, weswegen sie nicht mit mir flüchten wollte. Oh, jetzt verstehe ich alles! Darum brach sie unsere Beziehung ab ohne eine Träne zu vergießen. Alles was sie tat war nur vorgespielt. Diese Lügnerin!

Mittwoch, 3. Dezember 2014

Should the monarchy be abolished?

Yes:
  • wasteful
  • too expensive
  • inefficient
  • outdated
  • boost of jobs if palaces, etc. could be opened for tourism
  • royals = embarassment for GB
  • royals don´t even earn international respect

No:
  • monarchy embodies GB
  • Queen = attraction for GB --> most popular draw all over the world
  • a president can´t work as well as the queen
  • queen = good for trade

Dienstag, 2. Dezember 2014

3. Akt, 5. + 6. Szene



L - Luise, W - Wurm

L: Wo bleiben denn meine Eltern? Mein Vater wollte schon längst zurück sein … Wenn ihm ein Unfall … Ich sollte mich nicht so ängstigen. Wenn man sich einmal erschreckt hat, so erscheint einem alles viel gruseliger.

W: Guten Abend.

L: Gott! Wer spricht da? Schrecklich! Suchen Sie etwa den Präsidenten? Er ist nicht mehr da.

W: Ich suche Sie.

L: Da muss ich mich ja wundern, dass Sie mich nicht am Pranger gesucht haben.

W: Sie haben einen falschen Verdacht. Ich komme, geschickt von Ihrem Vater.

L: Von meinem Vater? Wo ist mein Vater?

W: Wo er nicht gern ist. Im Turm.

L: Im Turm? Warum das denn?

W: Auf Befehl des Herzogs.

L: Des Herzogs?

W: Der die Verletzung der Majestät in der Person seines Stellvertreters auffällig bestraft.

L: Verletzung der Majestät … Und Ferdinand?

W: Wählt Lady Milford oder Fluch und Enterbung.

L: Eine entsetzliche Wahl! Doch ist er glücklicher. Er hat keinen Vater zu verlieren. Keinen haben ist zwar Verdammnis genug … Ein vorzügliches Verbrechen ist am Laufen. Wo ist meine Mutter?

W: Im Spinnhaus (Frauengefängnis).

L: Jetzt ist es vollkommen. Jetzt wäre ich frei von allen Pflichten, Tränen und Freuden. Und Vorsicht. All das brauche ich nicht mehr. Haben Sie noch eine Nachricht für mich? Jetzt können Sie mir alles sagen.

W: Sie wissen, was geschehen ist.

L: Also nicht, was noch kommen wird? Du treibst ein trauriges Handwerk, mit dem du nie selig werden wirst … Was kann noch geschehen?

W: Ich weiß es nicht.

L: Sie wissen es nicht? Ich sehe, dass sie noch etwas wissen. Sie sagten, der Herzog habe es auffallend bestraft? Was meinen Sie damit?

W: Fragen Sie nichts mehr.

L: Hör! Welches Schicksal erwartet meinen Vater?

W: Ein Prozess um Leben und Tod.

L: Ich danke Ihnen. (verlässt den Raum)

W: Sie wird doch wohl nicht abholen. (Will ihr folgen)

L (kommt zurück, hat einen Mantel geholt): Verzeihen Sie, aber ich muss weg.

W: Wohin denn?

L: Zum Herzog?

W: Was? Wohin?

L: Zu dem Herzog, der über den Tod meines Vaters urteilen lassen möchte. Nicht möchte, muss, weil einige Bösewichte das wollen.

W (lacht): Zum Herzog!

L:  Ich weiß nicht, worüber Sie lachen. Man muss ihm lehren, was Elnd ist.

W: Gehen Sie. Sie können nichts Sinnvolleres tun.

L: Was? Sie raten mir dazu?

W: Wenn Sie sich dem Herzog als Mätresse hingeben, wird er Ihren Vater freilassen.

L: Sterben kann ich für meinen Vater, aber sündigen nicht.

W: Mir sagte er: „Meine Luise hat mich hierher gebracht. Sie wird mich hier auch wieder herausholen.“ Ich werde ihm Ihre Nachricht überbringen.

L: Bleiben Sie! Was soll ich tun?

W: Auch Ihr Vater wünscht es. Schreiben Sie an den Henker Ihres Vaters:

Luise setzt sich.

„Gnädiger Herr, schon drei unerträgliche Tage sind vorüber und wir sahen uns nicht. Halten Sie sich an den Major, der den ganzen Tag über mich wacht.“

L: Nein, nein! Das ist tyrannisch! Macht was ihr wollt! Ich werde das nicht schreiben!

W: Wie Sie wollen.

Pause

L: Diktieren Sie weiter. Ich denke nichts mehr.

W: „Wir haben gestern den Präsidenten im Haus gehabt. Es war lustig, wie sich der Major um meine Ehre sorgte. Ich wurde ohnmächtig, damit ich nicht laut lachte. Aber diese Maske ist schlimm. Wenn ich nur fliehen könnte. Morgen hat er Dienst. Passen Sie ab, wann er von mir geht und kommen Sie an den bekannten Ort zu Ihrer zärtlichen Luise.“
L: Nun fehlt noch die Adresse.
W: „An Herrn Hofmarschall von Kalb.“
L: Nehmen Sie den Brief.
W: Ich bemitleide Sie.
L: Sie wünschen etwas Schreckliches,
W: Ich wünsche Ihre Hand.
L: Ich würde dich in der Brautnacht erdrosseln. Sind wir jetzt fertig?
W: Sie müssen noch schwören, immer zu sagen, dass Sie diesen Brief freiwillig verfasst haben.
 

Montag, 1. Dezember 2014

Die von der Frankfurter Nationalversammlung vorgeschlagene Verfassung aus dem März 1949



Die von der Frankfurter Nationalversammlung vorgeschlagene Verfassung sah eine demokratische Monarchie vor, das heißt, es sollte einen gemeinsamen Kaiser (erblich) Deutschlands mit erheblichen Rechten geben, unter dem ein demokratisch gewählter Reichstag stand.
Wahlberechtigt für das Volkshaus waren alle Männer über 25, die in allgemeiner, gleicher und geheimer Wahl ihren Repräsentanten wählen sollten. Dabei kam auf 50.000 Einwohner ein Abgeordneter, der für drei Jahre im Volkshaus die Interessen dieser vertreten sollte.
Gemeinsam mit dem Staatenhaus bildete das Volkshaus den Reichstag.
Das Staatenhaus bestand aus 192 Mitgliedern aus den 39 einzelnen Länderregierungen und –Parlamenten. Hierbei sollten die Bürger Deutschlands nach Landeswahlrecht Landtage wählen, die neben den Landesregierungen (wohl zumeist Adelige) über Landesangelegenheiten entscheiden sollten. Die Landtage sollten nun die Hälfte der Abgeordneten wählen, die andere Hälfte wurde von den Landesregierungen für sechs Jahre bestimmt.
Der Reichstag entsandte nun Minister in die Reichsregierung, diese wurden jedoch von Kaiser ernannt und auch wieder entlassen. Zudem durfte der Kaiser den Reichstag einberufen und auflösen, auch hatte er eine Vetorecht, mit dem er den Erlass von Gesetzen auf jeden Fall aufschieben konnte. Er übernahm die völkerrechtliche Vertretung und repräsentierte damit sein Land gegenüber dem Rest der Welt, auch hatte er den Oberbefehl über das Reichsheer.
Als weiteres Organ war das Reichsgericht vorgesehen, dessen Einsatz und Organisation über ein noch nicht vorhandenes Gesetz geregelt werden sollte.

Insgesamt hebelt sich die Frankfurter Nationalversammlung selber aus, da der Kaiser die Minister und auch die Frankfurter Nationalversammlung auflösen konnte und die Frankfurter Nationalversammlung über keinerlei Macht über den Kaiser verfügte.

Sonntag, 30. November 2014

3. Akt, 4. Szene

L - Luise, F - Ferdinand



L: Ich bitte dich, höre auf. Ich glaube nicht, mehr ans Glück.

F: Mein Vater ist gereizt. Er wird uns zu Schrecklichem zwingen. Aber ich stehe nicht mehr in seiner Schuld, bin nicht mehr von ihm abhängig. Ich muss die Taten meines Vaters öffentlich machen. Für unsere Liebe muss ich jede Gefahr wagen. Alles was wir brauchen sind du und ich und die Liebe.

L:Hör auf.
F: Wir wollen nichts mehr von der Welt, wieso sollten wir noch etwas von ihr verlangen. Wir können nichts gewinnen und nichts verlieren. Wirst du nicht überall glücklich sein? Ich fühle mich da heimisch, wo du mich liebst.
L: Und du würdest nicht machen als mich zu lieben?
F: Du bist mir am wichtigsten.
L: Dann schweig und verlass mich. Mein Vater hat kein Geld, dem die Rache des Präsidenten gewiss ist.
F: Er wird uns begleiten. Keine Einwände mehr, meine Liebe. Ich werde versuchen, so viel Geld wie möglich zu sammeln. Um ein Uhr wird ein Wagen hier vorbeikommen. Spring hinein. Wir fliehen.
L: Und der Fluch deines Vaters kommt uns hinterher? Nein, mein Geliebter! Wenn nur eine dich nur eine Dummheit bei mir behält, dann verliere ich dich lieber.
F: Wirklich?
L: Du muss eine Adelige heiraten. Mein Anspruch wäre nichts als Raub. Ich werde einmal die Heldin spielen: Einem Vater den entflohenen Sohn wiederschenken. Ein Bündnis absagen, das die Ordnung unserer Welt zerstören würde. Ich mit meinen frechen Wünschen bin die Verbrecherin. Also lass mir jetzt die süße Täuschung, dass es mein Opfer war.
Ferdinand zerstört eine Violine.
L: Was soll das? Besinne dich! Schenk dein warmes Herz einer würdigen Adeligen. Mich sollst du nicht mehr sehen. Ich werde weinen und meine Zukunft ist vorbei. Aber an der Vergangenheit werde ich mich immer erfreuen können. Lebe wohl.
F: Ich werde fliehen. Willst du mir nicht folgen?
L: Meine Pflicht ist zu bleiben und es zu ertragen.
F: Du lügst. Dich fesselt hier etwas anderes.
L: Wenn du das denkst …
F: Ein Liebhaber fesselt dich! Weh über dich und ihn, wenn sich mein Verdacht bestätigt!