Wider politische Gedichte Paradoxon - es ist ein politisches Gedicht
Immer Freiheit in Gedichten - Parenthese - gr. Pause zum Nachdenken
Ach, und nirgends ein Mann,
Der die bessre Tat verrichten - Correctio; Parenthese - gr. Pause zum Nachdenken; Anapher - Charakterisierung des Mannes, der die politische Freiheit erkämpfen soll
Der sie kühn erobern kann! Correctio; Ausrufezeichen - innere Anklage; Anapher - Charakterisierung des Mannes, der die politische Freiheit erkämpfen soll
Der die Leier mit des Degens Wortfeld - nur mit Gewalt wird Freiheit erreicht; Anapher - Charakterisierung des Mannes, der die politische Freiheit erkämpfen soll
Schneidendem Metall vertauscht
Und ein anderes Lied des Segens religiöse Sprache - Töten als göttlicher Segen; Metonymie - politische Freiheit
Klirrend in die Feinde rauscht! - Ausrufezeichen - innere Anklage
Große Worte, lange Sätze
Klingen lästig mir ins Ohr,
Fort das müßige Geschwätze! Ausrufezeichen - Befehl: hört auf zu dichten
Büchsen, Degen holt hervor! Ausrufezeichen - Befehl: greift zu den Waffen; Wortfeld - nur mit Gewalt wird Freiheit erreicht; Aufzählung - geeignete Waffen (im Gegensatz zu Gedichten)
Und was noch kein Rat von Weisen Ellipse - Gedichte erreichen Freiheit nicht
Sich zum Ziele vorgesetzt: Kolon - Waffengewalt; Ellipse - Gedichte erreichen Freiheit nicht
Pulver, Blei und gutes Eisen - Parenthese - gr. Pause zum Nachdenken; Wortfeld - nur mit Gewalt wird Freiheit erreicht; Personifikation - erreichen die Freiheit; Aufzählung/Periphrase - geeignete Waffen (im Gegensatz zu Gedichten)
Die erreichen es zuletzt Personfikation - erreichen die Freiheit (im Gegensatz zu Gedichten)
1. Analyse + Begründung: Warum politisches Gedicht?
2. Wählen Sie vier Ihnen wichtig erscheinende rhetorische Figuren des Gedicht, benennen Sie diese und analysieren sie diese
Das vorliegende politische Gedicht "Wider politische Gedichte", 1844 von Georg Mäurer verfasst, ist ein Aufruf an das Volk zu den Waffen zu greifen, um die in politischen Gedichten geforderte politische Freiheit durchzusetzen.
Mit dem vorliegenden Gedicht wollte der Autor darauf aufmerksam machen, dass in politischen Gedichten die politischen Zustände zwar kritisiert werden und zum Aufstand aufgerufen wird, jedoch nie ein Aufstand geschieht.
Zunächst fehlt jemand, der die Freiheit, die in politischen Gedichten gefordert wird, umsetzen kann, da alle nur dichten und nicht den Feind bekämpfen. Anschließend soll diese Dichterei über die Misstände beendet und ein Kampf begonnen werden, da nur durch diesen die Ziele erreicht werden können.
In dem vorliegenden Gedicht kritisiert das lyrische Ich, dass es Freiheit nur in Gedichten gibt. Dise könne den Menschen aber nur mit Waffengewalt nähergebracht werde. Daher seien politische Gedichte nur lästig, sodass das lyrische Ich fordert, dass das "Geschwätz" aufhört, da man nur mit Waffengewalt Freiheit erkämpfen könne. Ferner erkennt es, dass man nicht mit Literatur (V. 1) oder Gebildeten (V. 13), sondern nur durch einen Kampf Freiheit erzielen kann.
das vorliegende Gedicht besteht aus zwei Strophen mit je acht Versen. Das Matrum ist der Trochäus, zudem liegt ein Kreuzreim vor.
In dem vorliegenden Gedicht wird Alltagssprache mit vielen Begriffen aus dem Wortfeld "Krieg" (vgl. V. 12) und einem religiösem Element ("Segen", V. 7) verwand.
In dem dritten und vierten Vers liegt eine Correctio vor. Diese soll zeigen, dass sich zum damaligen Zeitpunkt niemand dazu in der Lage sah, für Freiheit zu sorgen, da alle nur in Gedichten auf die Missstände aufmerksam machten, anstatt gegen den König aufzubegehren, da sie zu viel Angst hatten. Diese soll aber auch zeigen, dass man sehr mutig sein muss und genug Macht haben muss, um das Ziel der Freiheit umzusetzen.
Der Titel selbst ist ein Paradoxon, da ein politisches Gedicht politische Gedichte kritisiert.
In Vers 15 liegt eine Periphrase vor, die die Waffen umschreibt. Diese soll klar machen, dass nur Worte an der damaligen Situation nichts ändern können, sondern ein Kampf mit Waffen erfolgen muss. Auf wird so klargestellt, dass nur Waffen aus Pulver, Blei oder Eisen, die also Menschen töten können, Waffen sind und nicht etwa Sprache.
Im folgenden Vers werden diese Waffen personifiziert, da nur diese das Ziel erreichen können. Hiermit soll nochmals ausgedrückt werden, dass nur ein gewaltsamer Kampf für Freiheit sorgen kann und für diesen außer Waffen nichts benötigt wird, nicht einmal einen erfahrenen Kämpfer.
IN den Versen 13 und 14 liegt eine Ellipse vor, die ausdrücken soll, dass die Weisen nicht auf die Idee kommen würden, ihre Zuiele mit einem Kampf durchzusetzen, sondern lieber Gedichte schreiben und abwarten, ob etwas passiert.
Das vorliegende Gedicht ist politisch, da das Volk zu einem Kampf für die Freiheit aufgerufen wird. Des Weiteren werden politische Gedichte kritisiert, da diese nur auf die politischen Missstände aufmerksam machen, diese aber nicht verändern. Auch werden die Autoren politischer Gedichte kritisiert, da diese die Sprache als Waffe ansehen.
(Hierauf folgt ein histor. Kontext)
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Mittwoch, 17. Dezember 2014
Freitag, 7. November 2014
Herwegh: Das Lied vom Hasse 1841 - Analyse
Wohlauf, wohlauf, über Berg und Fluß
Dem Morgenroth entgegen,
Dem treuen Weib den letzten Kuß, (Weib - Umgangssprache)
Und dann zum treuen Degen!
Bis unsre Hand in Asche stiebt,
Soll sie vom Schwert nicht lassen;
Wir haben lang genug geliebt,
Und wollen endlich hassen!
Die Liebe kann uns helfen nicht,
Die Liebe nicht erretten;
Halt' du, o Haß, dein jüngst Gericht,
Brich Du, o Haß, die Ketten! Personifizierung
Und wo es noch Tyrannen gibt,
Die laßt uns keck erfassen;
Wir haben lang genug geliebt,
Und wollen endlich hassen!
Wer noch ein Herz besitzt, dem soll's
Im Hasse nur sich rühren;
Allüberall ist dürres Holz,
Um unsre Glut zu schüren.
Die ihr der Freiheit noch verbliebt,
Singt durch die deutschen Straßen:
„Ihr habet lang genug geliebt,
O lernet endlich hassen!“
Und heiliger wird unser Haß, (Religiöse Sprache)
Als unsre Liebe, werden.
Bis unsre Hand in Asche stiebt,
Soll sie vom Schwert nicht lassen;
Wir haben lang genug geliebt,
Und wollen endlich hassen!
(Georg Herweg, 1817-1875)
Wiederholung - Religiöse Sprache - Umgangssprache - Personifizierung - Ellipse - Gleichstellung
Das vorliegende politische Gedicht "Das Lied vom Hasse", 1841 von Georg Herweg verfasst, handelt von einem Aufruf an das Volk den König zu hassen.
Der Autor versucht das Volk mit diesem Gedicht zu einem öffentlichen Aufstandbewegen. Dazu soll das Volk seinen Hass öffentlich ausleben.
Das Volk soll seine Liebenden verlassen und bis zum Kämpfen. Nur Hass könne helfen Tyrannen zu vernichten. Des Weiteren soll es für seine Freiheit kämpfen und dieses Bostschaft weiterverbreiten.
Es liegt ein Wir vor, das das Volk auffordert zu hassen.
Formal liegen vier Strophen und ein Kreuzreim vor. Das Metrum ist Jambus und es lieben abwechselnd männliche und weibliche Kadenzen vor.
In den Versen eins bis vier liebt eine Ellipse vor. Dieses symbolisiert den Aufbruch des Kriegers zum Kampf für die Freiheit. Der schwere Abschied soll verdeutlicht werden sowie dass man außer seinem Degen nichts benötigt, nicht einmal ein Prädikat, welches das wichtigste Satzglied ist. Auch soll so ausgedrück werden, dass der Aufbruch schnell sein muss und daher keine Zeit bleibt ein Prädikat zu nutzen, wenn man auch so den Sinn versteht.
Bereits hier wird auf einem möglichen Tod aufmerksam gemacht (V. 3) und durch "treu" werden "Weib" (V. 3) und "Degen" (V. 4) gleichgestellt, was nochmals auf die Wichtigkeit des Kampfes aufmerksam macht, aber auch, dass der Kämpfer keine Angst haben muss, eines von beiden im Kampf zu verlieren.
Die Verse sieben und acht werden am Ender der Strophen zwei und vier wiederholt. Dieser Ausruf ist die Hauptaussagedes Gedichts; eine Aufforderung an das deutsche Volk, endlich öffentlich Widerstand zu leisten und ihrem Hass auf den König Ausdruck zu verleihen und nicht mehr so zu tun, als würen sie den König mögen und seine Entscheidungen unterstützen.
Auch die Verse fünf und sechs werden in der letzten Stophe wiederholt. Diese sollen ausdrücken, dass man bis zum Ende, bis zum eigenen Tod kämpfen soll, aber auch, dass ein Schwert für den Kampf gegen die Tyrannei (vgl. V. 25-26) notwendig ist und dass die Freiheit nur gewaltsam erreicht werden kann. Des Weiteren soll das deutsche Volk hiermit darauf aufmerksam gemacht werden, dass Veränderungen nur durch Handlungen erreicht werden können.
In den Versen elf und zwölf wird der Hass personifiziert. Dieser soll "das jüngste Gericht halten" (V. 11), was normalerweise ein biblischer Begriff ist und normalerweise von Gott bzw. Jesus gehalten wird. Zudem soll der Hass "die Ketten brechen" (V. 12). Mit diesen Ketten sind die Strukturen Deutschlands zur damaligen Zeit gemeint, die zerstört werden soll, damit eine Revolution stattfindet. Der Hass wird hier personifiziert, da laut dem Verfasser des Gedichtes nur der Hass und nicht die Liebe (V. 7-8) ein solches Ziel erreichen kann.
Dies wird auch in den Versen 17-18 und 27-28 deutlich. Letztendlich ist mit dem Hass der Hass der Bevölkerung, also des deutschen Volkes, gemeint. Auch hier soll das Volk selbst aktiv werden, um das Ziel einer deutschen Revolution zu erreichen.
In dem vorliegenden Gedicht wird Umgangssprache verwendet (z.B. "Weib", V.3; "keck", V. 14), aber auch religiöse Begriffe ("Jüngstes Gericht, V. 11; "heilig", V. 27).
Das vorliegende Gericht ist politisch, da das Volk zu einem Kampf gegen die Tyrannei und für die Freiheit aufgefordert wird. Es wird zu einem Sturz sämtlicher Tyrannen aufgerufen. Das Volk ist mit dem König nicht zufrieden und möchte diesen nicht mehr unterstützen.
Dem Morgenroth entgegen,
Dem treuen Weib den letzten Kuß, (Weib - Umgangssprache)
Und dann zum treuen Degen!
Bis unsre Hand in Asche stiebt,
Soll sie vom Schwert nicht lassen;
Wir haben lang genug geliebt,
Und wollen endlich hassen!
Die Liebe kann uns helfen nicht,
Die Liebe nicht erretten;
Halt' du, o Haß, dein jüngst Gericht,
Brich Du, o Haß, die Ketten! Personifizierung
Und wo es noch Tyrannen gibt,
Die laßt uns keck erfassen;
Wir haben lang genug geliebt,
Und wollen endlich hassen!
Wer noch ein Herz besitzt, dem soll's
Im Hasse nur sich rühren;
Allüberall ist dürres Holz,
Um unsre Glut zu schüren.
Die ihr der Freiheit noch verbliebt,
Singt durch die deutschen Straßen:
„Ihr habet lang genug geliebt,
O lernet endlich hassen!“
Bekämpfet sie ohn' Unterlaß,
Die Tyrannei auf Erden,Und heiliger wird unser Haß, (Religiöse Sprache)
Als unsre Liebe, werden.
Bis unsre Hand in Asche stiebt,
Soll sie vom Schwert nicht lassen;
Wir haben lang genug geliebt,
Und wollen endlich hassen!
(Georg Herweg, 1817-1875)
Wiederholung - Religiöse Sprache - Umgangssprache - Personifizierung - Ellipse - Gleichstellung
Das vorliegende politische Gedicht "Das Lied vom Hasse", 1841 von Georg Herweg verfasst, handelt von einem Aufruf an das Volk den König zu hassen.
Der Autor versucht das Volk mit diesem Gedicht zu einem öffentlichen Aufstandbewegen. Dazu soll das Volk seinen Hass öffentlich ausleben.
Das Volk soll seine Liebenden verlassen und bis zum Kämpfen. Nur Hass könne helfen Tyrannen zu vernichten. Des Weiteren soll es für seine Freiheit kämpfen und dieses Bostschaft weiterverbreiten.
Es liegt ein Wir vor, das das Volk auffordert zu hassen.
Formal liegen vier Strophen und ein Kreuzreim vor. Das Metrum ist Jambus und es lieben abwechselnd männliche und weibliche Kadenzen vor.
In den Versen eins bis vier liebt eine Ellipse vor. Dieses symbolisiert den Aufbruch des Kriegers zum Kampf für die Freiheit. Der schwere Abschied soll verdeutlicht werden sowie dass man außer seinem Degen nichts benötigt, nicht einmal ein Prädikat, welches das wichtigste Satzglied ist. Auch soll so ausgedrück werden, dass der Aufbruch schnell sein muss und daher keine Zeit bleibt ein Prädikat zu nutzen, wenn man auch so den Sinn versteht.
Bereits hier wird auf einem möglichen Tod aufmerksam gemacht (V. 3) und durch "treu" werden "Weib" (V. 3) und "Degen" (V. 4) gleichgestellt, was nochmals auf die Wichtigkeit des Kampfes aufmerksam macht, aber auch, dass der Kämpfer keine Angst haben muss, eines von beiden im Kampf zu verlieren.
Die Verse sieben und acht werden am Ender der Strophen zwei und vier wiederholt. Dieser Ausruf ist die Hauptaussagedes Gedichts; eine Aufforderung an das deutsche Volk, endlich öffentlich Widerstand zu leisten und ihrem Hass auf den König Ausdruck zu verleihen und nicht mehr so zu tun, als würen sie den König mögen und seine Entscheidungen unterstützen.
Auch die Verse fünf und sechs werden in der letzten Stophe wiederholt. Diese sollen ausdrücken, dass man bis zum Ende, bis zum eigenen Tod kämpfen soll, aber auch, dass ein Schwert für den Kampf gegen die Tyrannei (vgl. V. 25-26) notwendig ist und dass die Freiheit nur gewaltsam erreicht werden kann. Des Weiteren soll das deutsche Volk hiermit darauf aufmerksam gemacht werden, dass Veränderungen nur durch Handlungen erreicht werden können.
In den Versen elf und zwölf wird der Hass personifiziert. Dieser soll "das jüngste Gericht halten" (V. 11), was normalerweise ein biblischer Begriff ist und normalerweise von Gott bzw. Jesus gehalten wird. Zudem soll der Hass "die Ketten brechen" (V. 12). Mit diesen Ketten sind die Strukturen Deutschlands zur damaligen Zeit gemeint, die zerstört werden soll, damit eine Revolution stattfindet. Der Hass wird hier personifiziert, da laut dem Verfasser des Gedichtes nur der Hass und nicht die Liebe (V. 7-8) ein solches Ziel erreichen kann.
Dies wird auch in den Versen 17-18 und 27-28 deutlich. Letztendlich ist mit dem Hass der Hass der Bevölkerung, also des deutschen Volkes, gemeint. Auch hier soll das Volk selbst aktiv werden, um das Ziel einer deutschen Revolution zu erreichen.
In dem vorliegenden Gedicht wird Umgangssprache verwendet (z.B. "Weib", V.3; "keck", V. 14), aber auch religiöse Begriffe ("Jüngstes Gericht, V. 11; "heilig", V. 27).
Das vorliegende Gericht ist politisch, da das Volk zu einem Kampf gegen die Tyrannei und für die Freiheit aufgefordert wird. Es wird zu einem Sturz sämtlicher Tyrannen aufgerufen. Das Volk ist mit dem König nicht zufrieden und möchte diesen nicht mehr unterstützen.
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